Kontrolle der Betriebskostenabrechnung

In den letzten Tagen wird verständlicherweise viel über die Jahresabrechnung 2025 und die zum Teil hohen Nachzahlungen diskutiert. Dass viele Bewohnerinnen und Bewohner darüber verärgert oder verunsichert sind, können wir gut nachvollziehen.

Gerade deshalb ist es uns als Mieterbeirat wichtig, Betriebskosten, Heizkosten und Instandhaltung nicht miteinander zu vermischen.

Wir haben bereits Belegeinsicht angefordert und werden die Abrechnungen sorgfältig prüfen. Sobald uns alle Unterlagen vorliegen, informieren wir Euch selbstverständlich transparent über unsere Erkenntnisse.

Bereits jetzt ist uns beim Vergleich der letzten Jahre Folgendes aufgefallen:

Der große Anstieg der Heizkosten erfolgte bereits im Jahr 2023. Die Heizkosten bewegten sich auch 2024 und 2025 auf einem ähnlichen Niveau. Auffällig ist jedoch, dass die Akontovorschreibungen für Heizung und Warmwasser im Jahr 2025 deutlich niedriger waren. Genau dieser Punkt wird für uns eine der wichtigsten Fragen an die Hausverwaltung sein.

Auch bei den Betriebskosten sollte berücksichtigt werden, dass in den vergangenen Jahren Lohnkosten, Energiepreise und die allgemeine Inflation deutlich gestiegen sind. Höhere Kosten bei Hausbetreuung, Reinigung oder anderen Dienstleistungen sind daher nicht automatisch ein Hinweis auf eine fehlerhafte Abrechnung. Entscheidend ist, ob die verrechneten Leistungen nachvollziehbar und korrekt sind – genau das werden wir anhand der Belege prüfen.

Auch die Instandhaltung wird derzeit intensiv diskutiert. Die dafür vorgesehenen Mittel sind dazu da, in den Erhalt und die Zukunft unseres Wohnparks investiert zu werden – nicht, um möglichst unangetastet auf einem Konto zu bleiben.

Mit dem Fenstertausch, der thermischen Sanierung und dem Projekt „Raus aus Gas“ wird derzeit eines der größten Zukunftsprojekte unseres Wohnparks umgesetzt. Aus unserer Sicht ist das keineswegs selbstverständlich. Die AEAG hat sich über Jahre intensiv um Fördermittel bemüht und damit eine Sanierung ermöglicht, ohne dass nach den bisherigen Aussagen dadurch die Mieten erhöht werden sollen. Dafür möchten wir der AEAG ausdrücklich Anerkennung aussprechen.

Ein weiterer großer Vorteil dieser Umstellung ist, dass wir künftig nicht mehr vom Erdgas und dessen teilweise massiven Preisschwankungen abhängig sein werden. Gemeinsam mit der thermischen Sanierung erwarten wir langfristig einen geringeren Energieverbrauch und damit eine bessere Grundlage für stabile Heizkosten.

Unser Weg ist daher klar: Belege prüfen, gezielt nachfragen und anschließend transparent informieren. Wir bitten daher, bis dahin keine Gerüchte oder unbelegten Behauptungen als Tatsachen weiterzugeben.